Neuschwanstein
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Verbotene Bücher im Bestand der SLUB 1900 - 1989

Description
Die voraussichtlich letzte Sonderausstellung im Buchmuseum vor dem Umzug in den Neubau beschäftigt sich mit der Bücherzensur in Deutschland im vergangenen Jahrhundert.

In fünf Abschnitten, die sich der Zeit des deutschen Kaiserreiches, der Weimarer Republik, des nationalsozialistischen Deutschlands, der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR widmen, wird die Vielschichtigkeit und Wirksamkeit der Zensur dargestellt. So werden neben Zensur- und Verbotslisten ausgewählte Titel präsentiert, die Gegenstände dieser Verzeichnisse waren.

Wie sich Zensur auswirkte, wird nicht nur in Verboten ersichtlich. Sie reichte von der Streichung einzelner Textpassagen, über das Verbot von Zeitschriftenheften bis zur Bücherverbrennung am 10.05.1933.
Im Zusammenhang mit dieser Tat werden verfemte Autoren mit ihren Werken vorgestellt. Darunter befinden sich die Veröffentlichungen von prominenten Verfassern wie Erich Kästner, Sigmund Freud, Karl Marx, Heinrich Mann und Kurt Tucholsky, aber ebenso Werke von weniger bekannten Autoren wie Werner Hegemann, Theodor Wolff und Georg Bernhard.
Manche Publikationen, die in der Ausstellung zu sehen sind, erlitten das Schicksal, sowohl während des “Dritten Reiches” als auch in der SBZ und in der DDR aus ideologischen Gründen verboten zu werden, wie z. B. Leo Trotzki.

Dass es aber auch gerechtfertigte moralische Gründe für Bücherverbote gab, wird besonders nach dem Ende der NS-Diktatur deutlich und spiegelt sich ebenfalls in der Exposition wider.

Voraussichtlich Anfang 2003 wird im Neubau der SLUB das neue Buchmuseum mit repräsentativen Räumen für die Dauer- und Wechselausstellungen interessierten Besuchern offen stehen.





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