Neuschwanstein
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Zaunwelten - Bilder und Geschichten zur Alltagskultur der DDR

Description


Kabinettausstellung 10. November 2005 bis 1. Januar 2006

Zäune sind durchlässige Sperren, die oft nur symbolisch markieren: Hier geht es nicht weiter. Einen Zaun errichten heißt, einen Standpunkt zu definieren, ein Territorium abzugrenzen und sich zu schützen. Als filigrane Grenze ist der Zaun auch ein Ort der Begegnung und der Kommunikation.
Wie groß das Bedürfnis nach Zäunen ist, sagt viel über Gesellschaften aus und ihr Verlangen, sich private Rückzugsräume zu schaffen. In der DDR gehörten private Zäune zum alltäglichen Bild und wurden zumeist aus Altmaterialien in Eigenbau hergestellt. Das unterschiedliche Aussehen dieser Zäune verrät nicht nur viel über die alltägliche Materialknappheit der DDR, sondern auch über den kreativen Umgang mit dem Mangel.
Die Kulturwissenschaftlerinnen Nicole Andries und Majken Rehder haben 2004 Zäune der DDR fotografisch dokumentiert und Interviews mit den Erbauer geführt. 2005 fand das Projekt seine Fortsetzung in Arbeiten bildender Künstler, die sich mit dem Thema Zaun und Grenze auseinander gesetzt haben. Die kulturwissenschaftliche Dokumentation und die Kunstobjekte sind im Museum für Kommunikation als Doppelausstellung erstmals gemeinsam zu sehen.





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