Burg Altena, Germany
SHOW EVENTS

Horst Janssen zum 80.

    14.11.2009 - 10.01.2010
    at Haus Peters , Germany, Tetenbüll

Haubarg Janssenhof Witzwort, 1973
Haubarg Janssenhof Witzwort, 1973

Description
Ein ganz besonderer Geburtstag steht im Mittelpunkt der letzten Ausstellung in diesem Jahr: am 14. November wäre der Maler und Grafiker Horst Janssen 80 Jahre alt geworden (1929-1995). Das Haus Peters ist diesem Künstler, der heute als einer der bedeutendsten Graphiker und Zeichner der Nachkriegszeit gilt, in besonderer Weise verbunden. Dabei ist die Nähe zu Witzwort entscheidend. Dort, im etwa 14 km entfernten Flöhdorfer Weg 4, kaufte Horst Janssen zusammen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Gesche Tietjens einen mächtigen Haubarg. Als sie mit dem gemeinsamen Sohn Adam schwanger wurde, zog Gesche mit Mutter Johanna und Großmutter Granny für insgesamt 12 Jahre nach Witzwort. Janssen besuchte sie dort gelegentlich, etwas länger nach der Geburt des Sohnes Adams im April 1973, und immer mal wieder in den nachfolgenden Jahren.

"Da lag ich eines Tages missmutig im Bett und las Zeitung, und mein Auge hakte sich an einer Annonce – genauer an einem Wort fest: „Haubarg“. Das schien mir irgendetwas Nordisches und Ländliches zu sein, und die Spezielle für Nordisch-Ländliches klapperte in der Küche herum. …
Solches also erklärte mir Gesche und ich sagte, sie möge doch den Volvi parat machen – der Haubarg stände zum Verkauf, und sowas müsse man sofort erledigen. Als wir bei Dämmerung an die Tür dieses Hauses klopften, kam erst ’ne Weile nix und dann stand jäh ein hutzeliges Bäuerlein vor uns, und wie sahen in die Mündung einer Schrotflinte. …
Die Schrotflinte verschwand wieder im Schrank, der Aquavit kam auf den Tisch, der Deichvogt – Architekt und sowas wie’n Notar in EINER Person – wurde aus dem 5 km entfernten Dorf zitiert und wir machten bei einer kleinen Funzel einen Vorvertrag, aus dem eine Woche später ein perfekter Kaufvertrag wurde. Der Ort – das Dorf, das die postalische Anschrift war, hieß: WITZWORT."
(aus: Horst Janssen, Hinkepott II, Merlin Verlag 2004, S. 331 ff.)

Im Jahr 1997 fand die erste Horst-Janssen-Ausstellung im Haus Peters mit Radierungen und Lithographien zum Thema Landschaften 1985 bis 1995 statt. Im Oktober des gleichen Jahres wurde in der Giebelstube des Hauses das „Horst Janssen Zimmer“ eingerichtet und von Gesche Tietjens seiner Bestimmung übergeben. Dort sind die „Eiderlandmappe“ (1980), Radierungen aus seiner Witzworter Zeit, der „Janssenhof“ sowie ein repräsentativer Querschnitt seiner Plakatkunst dauerhaft untergebracht.

Wir ehren diesen herausragenden, egoistischen und exzentrischen Künstler mit einer Auswahl von über 40 Arbeiten und mit einem außergewöhnlichen Programm:

Janssens Lieblingsmenü am 28.11. 2009 und 9.1. 2010 jeweils um 18.30 Uhr

Aperitif: Korn mit kleinem Kartoffelpuffer, Crème fraîche und Forellenkaviar.
Vorspeise: Salat der Saison mit feinem Dressing
Hauptgericht: Rosmarinbraten mit Kartoffelgratin
Dessert: Eis mit roter Grütze und (ganz wichtig) viele Wunderkerzen!!
Getränke: Korn, Rotwein, Alkoholfreies und der Lieblingschampagner für alle Tage: Pommery. (Mit Anmeldung!)

Texte aus dem „Kochbuch“ von Gerhard Schack und den „Rumänischen Spezialitäten“
von Eliza Hansen werden vorgelesen und Plakate und Grafiken mit kulinarischen Motiven von Horst Janssen vorgestellt.

Filmvorführung am 29.11. 2009
Janssen: EGO. Ein Film von Peter Voss-Andreae, um 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen

Lesung am 27.12. 2009
Janssen als Schriftsteller mit Angelika Gerlach, um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen





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