Neuschwanstein
STAATLICHE MÜNZSAMMLUNG MÜNCHEN

Mit ca. 300 000 Objekten ist die Staatliche Münzsammlung eine der größten ihrer Art in Deutschland und Europa. Zugleich ist sie eine der ältesten, zurückgehend auf die Bestände der Kunstkammer Herzog Albrechts V. von Bayern (1550–1579.

Ihre heutige Bedeutung erhielt die Sammlung durch die 1785 erfolgte Vereinigung der kurpfälzischen Bestände mit dem altbayerischen Bestand unter Kurfürst Karl Theodor durch die Vereinnahmung klösterlicher Bestände im Rahmen der Säkularisation und schließlich gezielte Ankäufe, einschließlich ganzer Sammlungen, durch König Ludwig I. von Bayern. Traditionell liegen die Schwerpunkte der Sammlungen im Bereich der Antike (Griechen, Kelten, Römer) und der Medaillenkunde, doch verfügt sie auch über bedeutende Mittelalterbestände und eine große neuzeitliche Sammlung aller Länder, einschließlich islamischer Staaten, Fernost und Primitivgeld. Hinzugekommen sind in neuerer Zeit große Papiergeld- und Wertpapierbestände und das neue Gebiet der Kreditkarten.



Die Münzsammlung verfügt ferner über die bedeutendste europäische Sammlung höfischer japanischer Lackkabinette der Edo-Zeit, welche als Münzschränke bei Hofe Verwendung fanden und bis auf die Zeit Kurfürst Max Emanuels (1679–1726) zurückgehen. Neben gezielter Ankaufstätigkeit stehen Forschung und Publikation der Bestände sowie Sonderausstellungen im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Die Bibliothek der Staatlichen Münzsammlung ist die größte wissenschaftliche Fachbibliothek zum Thema Numismatik in Deutschland und Zentrum der Forschung für in- und ausländische Wissenschaftler.



Die Münzsammlung veranstaltet regelmäßig Vorträge und Führungen.







copyright © museum.com gmbh. all rights reserved.
copyright policy