Neuschwanstein
The Castle of Eckartsau (Jagdschloss Eckartsau)
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Schloss Eckartsau begann als Burg mit Wassergraben

Die erste schriftliche Erwähnung von Eckartsau findet sich in einer Schenkungsurkunde des Irnfried von Rötelstein (Burgruine am Braunsberg bei Hainburg) an das Stift Klosterneuburg, Heinrich von Ekkarisowe ist als Zeuge dieser Schenkung genannt. Zu dieser Zeit war Eckartsau eine vierseitige, von Wassergräben umgebene Burg. Die Ritter von Eckartsau selbst waren dem Hochstift Regensburg lehenspflichtig. Die geschicktesten Vermehrer des Besitzes waren jene Stammherren, die den Namen Kadolt (I. - V.) führten. Sie erwarben im Osten und Westen von Eckartsau Grund und Boden, Burgen, Märkte und Rechte. In der Minoritenkirche zu Wien, wo die ersten des Landes begraben wurden, errichteten sich die Eckartsauer eine Gruft. Im Jahre 1411, als der vierzehnjährige Herzog Albrecht von seinen Vormündern gehindert wurde, zum vereinbarten Zeitpunkt die Regentschaft anzutreten wurde er durch Konrad von Eckartsau kurzerhand aus der Burg Starhemberg, wo er inhaftiert war, entführt. Bald zog Albrecht V. in Wien als Regent ein und überhäufte Konrad von Eckartsau mit Gunstbezeugungen. Als zur Zeit Friedrich III. Faustrecht und Gesetzlosigkeit herrschten, wurde den Eckartsauern manches Gut wieder geraubt, aber auch Georg von Eckartsau war ein Raubritter. Mit dem Tode Wilhelms von Eckartsau (1507) erlosch das Geschlecht der Eckartsauer in männlicher Linie. Seine Tochter Appolonia, vermählte Wolkersdorff, erhielt Schloss und Gut Eckartsau. Nach Ihrem Tode (1571) verkauften ihre Söhne Eckartsau mit Einschluss der Jagd auf Schwarz- und Rotwild an Georg Freiherr von Teuffel. In der Folge wechselten die Herren auf Eckartsau häufig, Khuen (1639 - 1659), Stozzingen (1659 - 1661) und Herberstein (1661 - 1720). Im Jahre 1720 kaufte der böhmische Hofkanzler Franz Ferdinand Graf Kinsky Schloss und Herrschaft Eckartsau. Er ließ den alten Wehrbau zum barocken Jagdschloss umbauen. In rund zehn Jahren Bauzeit entstand aus dem düsteren Wehrbau ein elegantes Beispiel barocker Lebensfreude. 1760 erwarb Franz Stephan von Lothringen, der Gemahl Kaiserin Maria Theresias, den Kinsky-Besitz. 1797 erfolgte die Einbeziehung in die k.k. Familienfonds-Güter.





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