Burg Altena, Germany
Stiftung Moritzburg . Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt
     M U S E U M   D E V E L O P M E N T , -   H I S T O R Y     
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Stiftung Moritzburg - Tradition und Moderne
Die Burganlage

Die Stiftung Moritzburg gehört mit ihren reichen Beständen zu den führenden Museen in Sachsen-Anhalt. Sie ist benannt nach dem Bauwerk, in dem sie sich befindet: der spätmittelalterlichen Moritzburg, die zwischen 1484 und 1513 als Residenz der Erzbischöfe von Magdeburg erbaut wurde. Für drei Jahrzehnte (1514–1541) residierte hier Kardinal Albrecht von Brandenburg – Kurfürst, Erzbischof von Magdeburg und Mainz – als oberster Kirchenfürst und Landesherr. Während seiner Amtszeit entwickelte sich die Stadt Halle mit der Moritzburg als bevorzugter Residenz zu einem der bedeutenden Zentren der Frührenaissance in Deutschland. Seit 1904 beherbergt die Moritzburg das bereits 1885 gegründete "Städtische Museum für Kunst und Kunstgewerbe" mit wertvollen Beständen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Vertreten sind heute: Malerei, Grafik, Plastik, Kunsthandwerk/Design, Photographie, Münzen und Medaillen. Neben erlesenen historischen Sammlungen, hauptsächlich des Kunsthandwerks, besitzt das Museum eindrucksvolle Bestände der Klassischen Moderne und ihrer Wegbereiter im 19. Jahrhundert. Dazu gehören herausragende Werke des deutschen Expressionismus, des Konstruktivismus und der Neuen Sachlichkeit. Ein großer Teil der ehemals sehr umfangreichen modernen Sammlung fiel 1937 der nationalsozialistischen Aktion "Entartete Kunst" zum Opfer, bei der nahezu 200 Werke beschlagnahmt wurden. Nach 1945 richteten sich die Bemühungen auf die Rückerwerbung verlorener Gemälde und Grafiken sowie auf den Ausbau der stark reduzierten Bestände. Im Sinne der ursprünglichen Museumskonzeption wurde die Sammlung von Kunst der Gegenwart, bis 1989 zwangsläufig beschränkt auf die Kunst der DDR, stets weitergeführt. Die reiche kunsthandwerkliche Sammlung des Museums profitierte auf dem Gebiet des gegenwärtigen Schaffens auch von der Nähe zur Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle. Um die wertvolle und renommierte Sammlung der Klassischen Moderne und Nachkriegsmoderne angemessen zur Geltung zu bringen und für die "Brücke"-Sammlung Hermann Gerlingers eine dauerhafte Präsentation zu schaffen, war eine Erweiterung dringend nötig, denn das Landeskunstmuseum Stiftung Moritzburg leidet seit Jahrzehnten unter Raummangel und unbefriedigenden Ausstellungsmöglichkeiten. Der Ausbau der Westruine und des Nordflügels bringt der Stiftung Moritzburg eine zusätzliche Nutzfläche von 2500m², davon 1500m² für Dauerausstellungen, 600m² für Sonderausstellungen und 400m² für Servicebereiche. Der Umbau wird voraussichtlich im Herbst 2008 abgeschlossen sein. Während der Bauzeit bleibt der Südflügel mit Talamt, Wehrgang und Kuppelsaal geöffnet. Ständige Ausstellungen präsentieren dort die Bestände des Museums im historischen Architekturdenkmal Moritzburg. Die wechselnden Sonderausstellungen stehen im Kontext mit den Sammlungen oder nehmen Bezug auf Erscheinungen und Prozesse der aktuellen Kunst. Sie machen die Moritzburg zu einer anspruchsvollen Begegnungsstätte mit Kunst im Zentrum der Saalestadt.





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