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Staatliche Münzsammlung München
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Bayern, Max I. Joseph, Dukat 1806, Gold, Rückseite
Bayern, Max I. Joseph, Dukat 1806, Gold, Rückseite

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FÜR GOTT UND VATERLAND.; auf zwei Palmzweigen ruhendes gekröntes Wappen, von zwei Löwen gehalten: bayerische Rauten, darin ein mit dem Kurhut bedeckter gespaltener Mittelschild mit Reichsapfel links und Löwe rechts (1. Königswappen). Unten Jahreszahl 1806.

Das erste bayerische Königswappen brach mit der Tradition der Kombination der Wappen der einzelnen Territorien. Das Streben nach dem Aufbau eines einheitlichen Staates aus der Vielzahl der nun zu Bayern gehörenden Gebiete sollte durch die Wittelsbacher Rauten ausgedrückt werden.

Mit Annahme des Königstitels hatte Max Joseph noch nicht auf seine alten Rechte als Kurfürst und Erztruchseß des ehemaligen Römischen Reiches deutscher Nation verzichtet, da dieses noch bis Juli 1806 bestand. Aus diesem Grund enthielt das erste Königswappen noch den kleinen Mittelschild mit Kurhut, Reichsapfel (wegen des Erztruchseß-Amtes) und Löwe (für die Pfalzgrafschaft bei Rhein). Erst als Bayern am 12. Juli 1806 in den Rheinbund eingetreten und damit aus dem alten Reichsverband ausgeschieden war, wurden die letzten Erinnerungen an die Kurwürde im Wappen getilgt und durch Zepter und Schwert als Zeichen der bayerischen Souveränität ersetzt.

Eine ausführliche Darstellung des Geldwesens, der Münzen und Banknoten von Bayern in der Zeit des Königreichs ist Dietrich O. A. Klose / Franziska Jungmann-Stadler, Königlich Bayerisches Geld. Zahlungsmittel und Finanzen im Königreich Bayern 1806–1918, München 2006. 151 S., zahlreiche Abb. in Farbe und s/w. Preis: 20,00 Euro zuzügl. Versandkosten. Zu beziehen bei der Staatlichen Münzsammlung München oder im Buchhandel.





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