Neuschwanstein
Staatliche Münzsammlung München
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Bayern, Ludwig I., Geschichtstaler zu Ehren von Reichenbach und Fraunhofer, 1826
Bayern, Ludwig I., Geschichtstaler zu Ehren von Reichenbach und Fraunhofer, 1826

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DEM VERDIENSTE SEINE / KRONEN (oben), 1826 / REICHENBACH + FRAUNHOFER; beider Köpfe einander zugewandt.

Wittelsbach 2723; AKS 114; Jaeger 32.

Einen Geschichtstaler auf Reichenbach und Fraunhofer hatte der Konservator des Münzkabinetts, Franz von Streber, in seinem Bericht vom 16. Juni 1827 über die „Ausmünzung von historischen Denkmünzen“ selbst vorgeschlagen: Dieser „würde ihren Namen durch ganz Europa tragen, Jahrhunderte hindurch erhalten und selbst für den König ein Monument seyn.“

Der Mechaniker und Ingenieur Georg von Reichenbach (1771-1826) gründete 1804 mit Joseph Utzschneider und Joseph Liebherr ein mathematisch-mechanisches Institut, wo er ab 1809 zusammen mit Josef Fraunhofer optische Instrumente schuf. Reichenbach gab dem Theodoliten die moderne Form, baute die Soleleitungen Reichenhall-Rosenheim (1810) und Berchtesgaden-Reichenhall (1817), wobei er die Höhenunterschiede durch neue Wassersäulenmaschinen überwand.

Josef von Fraunhofer (1787-1826; Adel 1824) stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Ursprünglich Glasschleifer, stieg er in dem von Liebherr, Reichenbach und Utzschneider gegründeten mathematisch-mechanischen Institut zum Betriebsleiter auf (1809) und wurde später Mitinhaber. Es gelang ihm, in Benediktbeuern gutes optisches Glas in größerer Stückzahl zu erschmelzen und daraus mit verbesserten Schleifmaschinen und von ihm erdachten Prüfverfahren Linsen für astronomische Fernrohre in bisher nicht dagewesener Qualität anzufertigen. In Zusammenhang damit entdeckte Fraunhofer die (dunklen) sog. Fraunhoferschen Linien (Absorptionslinien) im Sonnenspektrum.

Eine ausführliche Darstellung des Geldwesens, der Münzen und Banknoten von Bayern in der Zeit des Königreichs ist Dietrich O. A. Klose / Franziska Jungmann-Stadler, Königlich Bayerisches Geld. Zahlungsmittel und Finanzen im Königreich Bayern 1806–1918, München 2006. 151 S., zahlreiche Abb. in Farbe und s/w. Preis: 20,00 Euro zuzügl. Versandkosten. Zu beziehen bei der Staatlichen Münzsammlung München oder im Buchhandel.





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