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Staatliche Münzsammlung München
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Bayern, Ludwig I., Geschichtstaler auf den Deutschen Zollverein, 1833
Bayern, Ludwig I., Geschichtstaler auf den Deutschen Zollverein, 1833

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ZOLLVEREIN MIT PREUSSEN, SACHSEN, HESSEN U. THÜRINGEN; stehende weibliche Figur mit Merkurstab und Füllhorn, unten Anker und Schiffsvorderteil. Im Abschnitt 1833.

Wittelsbach 2737; AKS 128; Jaeger 43.

Aus dem Handelsvertrag zwischen Bayern, Preußen, Württemberg und Hessen-Darmstadt ging mit dem 1. Januar 1834 der Deutsche Zollverein hervor, dem neben den genannten Staaten auch das Königreich Sachsen und die thüringischen Kleinstaaten angehörten. Über 20 Millionen Deutsche lebten nun innerhalb einer gemeinsamen Zollgrenze. Alle inneren Zölle und Verkehrshemmnisse mit Ausnahme der Wegegelder und Kanalgebühren wurden aufgehoben. An den Außengrenzen des Zollvereinsgebietes sollten einheitliche Zölle erhoben werden, ein gemeinsames Münz-, Maß- und Gewichtssystem sollte angestrebt werden. Die Beseitigung der Handelshemmnisse durch den Zollverein trug entscheidend zum wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland bei.

G. Krämer nannte 1834 den Zollverein „das größte und erfolgreichste Ereigniß in der neuesten deutschen Geschichte“ und „ein Werk, welches Deutschland der Weisheit und Beharrlichkeit König Ludwigs von Bayern großentheils verdankt...“ (G. Krämer, Bayerns Ehrenbuch, Band 1, Nürnberg 1834, S. 156).

Eine ausführliche Darstellung des Geldwesens, der Münzen und Banknoten von Bayern in der Zeit des Königreichs ist Dietrich O. A. Klose / Franziska Jungmann-Stadler, Königlich Bayerisches Geld. Zahlungsmittel und Finanzen im Königreich Bayern 1806-1918, München 2006. 151 S., zahlreiche Abb. in Farbe und s/w. Preis: 20,00 Euro zuzügl. Versandkosten. Zu beziehen bei der Staatlichen Münzsammlung München oder im Buchhandel.





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