GALERIE SCHLICHTENMAIER OHG
Grafenau, Germany

GALERIE SCHLICHTENMAIER OHG
Schloss Dätzingen

Grafenau, 71120 Germany
Phone +49-7033-413 94, Fax +49-7033-449 23
http://galerie-schlichtenmaier.museum.com    schlichtenmaier@t-online.de
http://www.schlichtenmaier.de

Hours Öffnungszeiten Schloss Dätzingen:
Dienstag bis Freitag 11 – 18.30 Uhr
Samstag 11 – 16 Uhr und nach Vereinbarung

Öffnungszeiten Stuttgart:

Dienstag bis Freitag 11 – 19 Uhr
Samstag 11 – 16 Uhr und nach Vereinbarung
Holder Dr. phil Bert, Dr. phil Harry, Dr. phil Kuno Schlichtenmaier
Contact Person Dr. Harry Schlichtenmaier,, Dr. Kuno Schlichtenmaier

Description
Die Galerie Schlichtenmaier handelt seit über 30 Jahren mit Kunst. Neben der Klassischen Moderne gehört die deutsche Kunst nach 1945 im Spannungsfeld zwischen Figuration,Neuem Realismus, Informel, und Konstruktivismus zum Ausstellungsprogramm. Das besondere Interesse gilt dem Werk von Willi Baumeister.
- Wirkungsorte Grafenau/Schloss Dätzingen und Stuttgart
- sechs Ausstellungen pro Jahr
- Inhaber der Galerie sind die Brüder Bert, Harry und Kuno Schlichtenmaier
- Grundsätzlich bestimmen Güte, Eigenständigkeit und Schlüssigkeit des einzelnen Kunstwerks die Leitlinie. Zum Leistungsprofil der Galerie gehört ausdrücklich die Selektion von Qualität.
- Avantgarde des 20. Jahrhunderts
- Ausstellungsaktivitäten + Autoren- und Verlegertätigkeiten (170 Kataloge)

Galerieprofil Galerie Schlichtenmaier

Mit der Galerie Schlichtenmaier verbinden sich heute die Wirkungsorte Grafenau und Stuttgart. Im Jahr 1978 hat die 1969 gegründete Galerie die Räumlichkeiten von Schloss Dätzingen in Grafenau bezogen. Rund 20 Kilometer vor den Toren Stuttgarts befindet sich in diesem vom Klassizismus geprägten Bauwerk das Stammhaus der Galerie. Die sechs Ausstellungen pro Jahr ziehen die Besucher in diese gelungene Symbiose von Architektur und Landschaft.

Seit 2003 wird der Hauptsitz durch eine Repräsentanz im Zentrum von Stuttgart am Kleinen Schlossplatz, direkt hinter dem Kunstmuseum, bereichert. In gepflegter, aus dem Trubel der benachbarten Königsstraße heraus gehobener Umgebung empfängt dort eine raumgreifende Skulptur von Werner Pokorny den Besucher. Die Glasfassade des Gutbrod-Baus der Baden-Württembergischen Bank gibt den Blick frei in einen sachlich gehaltenen Ausstellungsraum. Werke von Adolf Hölzel, Willi Baumeister, Oskar Schlemmer, Julius Bissier, Ernst Wilhelm Nay, HAP Grieshaber, Horst Antes, Georg Karl Pfahler und anderer bedeutender Künstlerinnen und Künstler des Galerieprogramms locken zum Betreten der Räume. Auch hier zeugen etwa sieben Ausstellungen pro Jahr von der Vielgestaltigkeit des Galerieprogramms.

Inhaber der Galerie sind die Brüder Bert, Harry und Kuno Schlichtenmaier. Alle Drei verbinden ihre wissenschaftliche Qualifikation als promovierte Kunstwissenschaftler wirksam mit den aktuellen Anforderungen einer Galerie, die nach kaufmännischen Gesichtspunkten arbeitet. Die Frage nach dem Galeriekonzept wird nicht mit einem Pauschal-Rezept beantwortet, sondern fällt diffiziler aus. Grundsätzlich bestimmen Güte, Eigenständigkeit und Schlüssigkeit des einzelnen Kunstwerks die Leitlinie. Zum Leistungsprofil der Galerie gehört ausdrücklich die Selektion von Qualität. Auf dieser Grundlage haben die drei Galeristen – bei aller Vielfalt des Angebots – im Laufe der Entwicklung ein charakteristisches Profil geschaffen. In beträchtlichem Maße fühlt sich die Galerie den Künstlerinnen und Künstlern verantwortlich, die in die eigene Kunstlandschaft als Wiege der Avantgarde des 20. Jahrhunderts hinein gewirkt haben.

Das wissenschaftliche Engagement der Galerie drückt sich in Ausstellungsaktivitäten, aber auch in Autoren- und Verlegertätigkeiten aus. Im eigenen Verlag wurden inzwischen über 170 Kataloge herausgegeben. Zwei Kunstwissenschaftler wurden angestellt, um allen Aufgaben gerecht werden zu können. Die Galerie verwaltet Nachlässe, vertritt exklusiv Künstlerinnen und Künstler, berät öffentliche und private Sammlungen, initiiert Kooperationen mit Museen und Universitäten, arbeitet in Beiräten, Jurys und Verbänden aktiv mit, erstellt Expertisen, nimmt Schätzungen vor und unterhält eine wissenschaftliche Bibliothek und ein Bildarchiv.
Die Galerie Schlichtenmaier stellt sich dar als ein sich selbst finanzierender Kulturbetrieb. Freude an der Kunst, Kunst als Lebenselixier, Zugang durch Intuition und Ratio – die Galerie Schlichtenmaier ist ein Ort der Vermittlung und der Kommunikation für Liebhaber, Sammler, Kenner, Kritiker und Künstler, der Ort, wo sich verbindet, „was die Mode streng geteilt“.


Von Beginn an hat die Galerie Schlichtenmaier die Themen Neue Sachlichkeit, Expressiver Realismus und die frühen Wege zur Abstraktion propagiert. Das Programm erweiterte sich rasch auf die Kunst nach 1945 im Spannungsfeld zwischen Realismus und konkreter Kunst und stellt das wechselseitige Miteinander von expressiver und gestischer Kunst, lyrischer Abstraktion, konstruktiven, sowie figurativen Positionen dar.

Der 1906 an die Stuttgarter Kunstakademie berufene Adolf Hölzel brachte mit seinen abstrakten Gemälden, mit seiner Lehre und seinem Kunstbegriff die Stafette nach Stuttgart, die seine Schüler Oskar Schlemmer und Willi Baumeister als Lehrer am Bauhaus bzw. an der Stuttgarter Kunstakademie weitergaben. Vor allem Willi Baumeister wurde fortan zum Wegbereiter fortschrittlicher Kunst und führte nach 1945 gemeinsam mit Ernst Wilhelm Nay Deutschland wieder an die internationale Kunstwelt heran.

Die ganz aus der Meditation heraus gestalteten, geheimnisvollen, poetischen Bildgestalten von Julius Bissier stehen in gleicher Weise für den internationalen Anspruch abstrakter Bildsprache wie die auf das Wesenhafte reduzierten Formen des Stuttgarter Akademielehrers Otto Baum oder die konstruktiv geordnete Malerei des Wahl-New-Yorkers Adolf Fleischmann.

Mit den vom Rhythmus und ausdrucksvollen Farben und Formen geprägten Kompositionen von Ernst Wilhelm Nay spannt sich der Bogen weiter zum rhythmisch-expressiven Duktus von K.R.H. Sonderborg, über die informellen Texturen von Hann Trier bis hin zu den sich in Strukturen entfaltenden Plastiken von Emil Cimiotti und Otto Herbert Hajek.

HAP Grieshaber hat der Figur in der Zeit des Neubeginns nach 1945 wieder zu ihrem Recht verholfen. Der Meister der Achalm lässt den Holzschnitt zum gedruckten Gemälde heranreifen und etabliert in Karlsruhe zusammen mit Horst Antes, Wilhelm Loth, Walter Stöhrer und Heinz Schanz ein gewichtiges Zentrum der Neuen Figuration. Mit den Figurinen von Jürgen Brodwolf lässt sich der Kreis zu Oskar Schlemmers Kunstfiguren schließen; existentielle Erfahrungen begleiten fortan wesentlich die figuralen Formfindungen.

Dagegen sind für Bernd Berner, Georg Karl Pfahler und Lothar Quinte mit ihren Farbräumen nicht die Menschen von bildnerischem Interesse, sondern Raum, Fläche, Form, Licht, Bewegung und die auf ihre Gesetze hin untersuchte Farbe. Analytische, aber dennoch sinnliche Vorgehensweisen prägen die raumgreifenden Plastiken von Erich Hauser und Thomas Lenk, zwei weiteren Vertretern europäischer Avantgarde der 1960er Jahre. Gerlinde Beck, gleichfalls eine Vertreterin konkreter Kunst, koppelt das Thema des Raums mit der Rotation von Körpern und ihrer Balance. Die Lichtplastiken von Paul Reich binden folgerichtig den Umraum durch die Verwendung von Plexiglas ein. Für den Konstruktivisten Max Bill ist der ästhetische Prozess mit Ordnung, Struktur und Harmonie verbunden. Finden, Vereinfachen, Versachlichen und Vermenschlichen sind für Anton Stankowski Antriebsfaktoren seiner Arbeit.

Achtsam spinnt sich der Faden des Galerieprogramms weiter zur bildnerischen Erkundung der Gegenwart. Unterschiedliche künstlerische Standpunkte verschaffen Einsicht in die Vielgestaltigkeit und Fülle der experimentell bildnerischen Befragungen und formalen Lösungen. Einer konkreten Malerei bleibt Martinmüller treu. Im Unterschied zum objektiven Konstruktivismus eines Max Bill verbindet sich mit seinen, in komplexer Ordnung gefügten Kompositionen auch eine sinnliche Gestimmtheit. Christoph Gais und Platino vermitteln ebenso Erfahrungen und Eindrücke des Sehens, reduzieren ihre Arbeiten indessen auf einen Farbton – in rhythmisch vibrierender, energiegeladener Lebendigkeit oder in extremer Konfrontation mit der Kraft einer Farbe. Bei den mit Plexiglas hergestellten Lichtsammlern von Sybille Wagner verdichtet sich die bildnerische Aufgabe auf die Kraft des Form gewordenen Lichts.

Mit Werner Pokorny und Almut Heise kehrt der Gegenstand zurück. Die collagenartig verzahnten Bildgewebe von Almut Heise mit ihren bezugsreichen Gegenständen wirken in ihrer in sich geschlossenen Präsenz und perfekten Inszenierung selbstverständlich. Werner Pokorny setzt gewohnte Elemente wie das Haus in neue dynamische Zusammenhänge, die zwischen Anschaulichkeit und Abstraktion changieren. Die mit enormer Farbkraft und einem komplexen Formgerüst vorgetragenen, impulsiven Bildgeschichten von Cordula Güdemann beweisen, wie auch die sinnbildhaften Dingbilder von Beate Knapp, wie lebendig, aussagestark und aktuell Malerei sein kann.

Standort Stuttgart:
Kleiner Schlossplatz 11
D-70173 Stuttgart
Telefon +49-711-120 41 51
Fax +49-711-120 42 80





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