GALERIE PETER BORCHARDT
Hamburg, Germany

GALERIE PETER BORCHARDT
Große Elbstraße 68/ stilwerk

Hamburg, D-22767 Germany
Phone +49-40-38 89 88, Fax +49-40-38 89 87
http://galerie-borchardt.museum.com    info@galerie-borchardt.de
http://www.galerie-borchardt.de

Holder Peter Borchardt
Contact Person Peter Borchardt, Petra Nietzky
Memberships Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien e.V.

Description
Galerie Peter Borchardt | Hamburg

In der Fabrikanlage einer ehemaligen Mälzerei - nur einige Schritte vom Hamburger Fischmarkt entfernt - hat die Galerie Peter Borchardt in der Kreativfabrik "stilwerk" ihren Sitz. Fischmarkt und Kunst, das ist typisch für die Hansestadt. Die Kunstszene blüht hier dicht am Wasser. An Kanälen wie in der Admiralitätsstraße - oder in der siebten Etage des Designzentrums neben der Fischauktionshalle.

Im Jahr 1997 gegründet, schaffte der Galerist Peter Borchardt - der seit 1984 Geschäftsführer eines Kunstverlags war - schnell den Sprung auf den Kunstmarkt. Auf den wichtigen Kunstmessen ist Borchardt regelmäßig als Aussteller vertreten, so etwa auf der Art Cologne, Kunst Köln und Art Frankfurt. In Miami gab Borchardt auch international sein Debüt.

Künstler:
Amrhein, Andreas
Bergmeier, Rolf
Bolenz, Ulrike
Fetting, Rainer
Götze, Moritz
Jetzig, Helle
Kahra, Vivian
Kaehne, MK
Kobayashi, Toshiya
Koelbl, Herlinde
Korsig, Bodo
Leiberg, Helge
Nicolson, Seamus
Penck, A.R.
Ro, Eun Nim
Roberts, Holly
Schad, Robert
Schoultz, Andrew
Spielmann, Claudia
van Iersel, Rik
Wendisch, Trak


Seit einiger Zeit produziert der Galerist parallel zu den Ausstellungen dokumentierende Künstler-DVD's, die das Werk der Galeriekünstler in neue Zusammenhänge stellen. Und auch seine Internetseite ist für Peter Borchardt vor allem ein großes Bild-Text-Archiv: Wer etwa alle Texte lesen möchte, die auf der Seite hinterlegt sind, bräuchte Tage.

Rik van Iersel, Eun Nim Ro, Trak Wendisch, Helle Jetzig, Claudia Spielmann, Bodo Korsig, Markus Willeke, Robert Schad und Rainer Fetting sind die Stammkünstler Peter Borchardts - allesamt Positionen einer kräftigen, sinnlichen, ins Auge springenden Kunst. Rainer Fetting - Mitbegründer der Berliner "Galerie am Moritzplatz" und "Junger Wilder" der frühen achtziger Jahre - ist zweifellos der bekannteste unter ihnen.

Die Skulptur ist ein Schwerpunkt der Galerie - und Trak Wendischs Skulpturen sind starke künstlerische Ausrufezeichen. Ob große, gelängte Holzfiguren, die den Betrachter an gotische Gewändefiguren erinnern oder expressive, restfigürliche Skulpturen: Alle werden sie mit der Kettensäge aus dem Stamm befreit. Ein mythischer Akt, beinahe. Eine eigenwillige Verbindung von Ästhetik und Archaik.

Neu im Programm der Galerie ist die koreanische Künstlerin Eun Nim Ro. Ihre Malerei, in vielen dünnen Schichten auf Reispapier aufgebracht, zeigt Mischwesen aus Mensch und Tier. Da schweben "Mondfische" oder "Sternfänger" durch die Luft - alles ist möglich in den hintersinnigen Arbeiten von Eun Nim Ro, die sich auf die Tradition koreanischer Tuschemalerei beruft und deren Werk mit der westlichen Kunst eine vielstimmige Symbiose eingeht.

Bei Rik van Iersel ist aus Dynamik und Expressivität künstlerische Rebellion geworden. Seine Bilder sind "wie Boxhiebe", drauf und dran, den Betrachter zu Boden zu strecken. Allerdings kann man in diesen Bildern auch verlorengehen: "Ich zeichne das Leben", sagt van Iersel. Und weiter: "Das Chaos ist der Brunnen, aus dem ich schöpfe." So seziert van Iersel dieses Chaos und fügt es neu zusammen, bevölkert seine Malereien und grafische Arbeiten mit Fratzen und Dämonen, mit mythischen Gestalten und Wortfetzen. Lange zweifelte der Künstler, ob er nicht lieber Punkmusiker bleiben möchte, doch dann zeigte ihm jemand ein Bild von Basquiat (der so wie er nie eine Kunstakademie besucht hat) - und van Iersel hatte sich entschieden.

Auch die getonten und in vielen Schichten übermalten Fotoarbeiten von Helle Jetzig zeigen das grelle Durcheinander der Welt, zeigen Rhythmen, Strukturen und die Geschwindigkeit des Lebens in der Großstadt. "Global City" hat der Künstler eine seine Ausstellungen in der Galerie genannt, die vor allem die Gleichzeitigkeit der Eindrücke zum Thema machte. Die Welt ist ein pulsierendes, leuchtendes Gewusel aus immer wiederkehrenden Zeichen, sagt die Kunst von Helle Jetzig - und fügt sich ein in eben jenen Rhythmus, den sie unverwechselbar beschreibt.

Und vielleicht ist es genau das, was die Künstler der Galerie verbindet. Sie alle untersuchen die Wirklichkeit, zapfen sie ab, saugen an ihr. Das Ergebnis ihrer künstlerischen Recherche mag formal unterschiedlich sein, doch alle Galeriekünstler scheinen beseelt von dem Gedanken, mit ausdrucksstarken Bildern die Sinne ganz unmittelbar berühren zu wollen.

Marc Peschke





copyright © museum.com gmbh. all rights reserved.
copyright policy