GALERIE FAHNEMANN
Berlin, Germany

GALERIE FAHNEMANN
Gipsstraße 14

Berlin, D-10119 Germany
Phone +49-30-883 98 97, Fax +49-30-882 45 72
http://galerie-fahnemann.museum.com    info@galerie.fahnemann.de
http://www.galerie-fahnemann.de

Holder Clemens Fahnemann
Contact Person Clemens Fahnemann

Detailed Information about us (overview)
History

Description
- subjektive und individualistische Tendenzen in Malerei und Bildhauerei
- 1993 begann die Galerie mit dem intensiven Ausbau ihres zweiten historischen Interesses und widmet sich seitdem verstärkt der Ausstellung ungegenständlicher Kunst.
- thematisiert Berlins architektonische Zukunft

Galerie Fahnemann 1982 - 2004
Seit ihrer Gründung 1982 vertritt die Galerie Fahnemann erfolgreich und unabhängig von herrschenden Trends subjektive und individualistische Tendenzen in Malerei und Bildhauerei. Die erste Ausstellung war den Arbeiten von Bruce McLean gewidmet, einem Künstler, dem die Galerie noch heute verbunden ist. Er und vor allem die Mitglieder der Gruppe 1/61, Frank Dornseif, Rainer Mang, ter Hell, Reinhard Pods und Gerd Rohling, prägten das Programm der frühen Jahre. Einer der Höhepunkte dieser Zeit war 1985 die monumentale Skulptur Von Dreck zu Dreck von Rainer Mang. Wie der Künstler hier kühn die Möglichkeiten seines Materials bis an die Grenzen des statisch Machbaren ausgelotet hat, um das Paradoxon einer Skulptur von schwebender Leichtigkeit und mehreren Tonnen Gewicht zu erreichen, überzeugt bis heute. Die intensive Auseinandersetzung mit den ästhetischen Gestaltungsnormen ihres jeweiligen Genres, seien sie klassischer oder avantgardistischer Herkunft, verband die formal so unterschiedlichen Künstler dieser Phase. Insofern fanden Mangs Skulpturen in den Bildern ter Hells, Gerd Rohlings und Reinhard Pods ihre Entsprechung.

Seit Mitte der 80er Jahre stießen mit Hermann Pitz, Olaf Metzel, Raimund Kummer und Ulrich Görlich nach und nach eine Reihe von Künstlern zur Galerie, deren Vorgehensweise stark programmatisch war. Sie installierten im Stadtraum und leerstehenden Gebäuden ortsspezifische Arbeiten und fanden auch im white cube der Galerieräume bzw. auf den damals konsequenterweise aufwendig inszenierten Messeständen immer wieder zu überzeugenden Lösungen. Spannende Konstellationen wurden möglich, wenn mehrere Arbeiten eines Künstlers gleichzeitig in verschieden Kontexten realisiert wurden. So 1991, als Olaf Metzel in der Ausstellung Metropolis im Martin-Gropius-Bau sein zertrümmertes Basketballfeld zeigte, während in der Fasanenstraße das Drehkreuz installiert war. Jenseits der präzisen Beobachtung räumlicher Gegebenheiten kann diese Arbeit prototypisch für Metzels Plastikbegriff stehen, den Robert Fleck den ‘dritten Weg der Sozialen Plastik’ genannt hat. Gemeint war damit die Verdichtung gesellschaftlicher Umstände und Prozesse zur sinnlich erfahrbaren bildhauerischen Situation.

Die Verknüpfung von Kunst und Leben gelang Ulrich Görlich beinahe ideal mit zwei Fotos, die 1985 und 1987 entstanden. Zunächst hatte Görlich die Grafik einer Propagandabroschüre an der Wand von Olaf Metzel fotografiert. Das Foto wurde anschließend in der Galerie ausgestellt und dort vom damaligen amerikanischen Botschafter in West-Berlin gekauft. Dieser hängte es in seinem Büro auf, wo es Görlich erneut fotografierte. Die Interdependenz von Raum und Kunstwerk war 1984 auch Ausgangspunkt von Hermann Pitz’ Installation Création pendant le troisième age im Musée d’Art Contemporain in Montréal, die er in Hexi’s Traum als Galeriearbeit wieder aufnahm.

Ein spektakulärer Höhepunkt dieser Zeit der großen Installationen und oft wütenden Gesten war 1992 die Ausstellung Holzschnitte. Görlich und Metzel interpretierten den Titel dergestalt, daß Metzel Görlichs durch Auftrag von Fotoemulsion auf Spanplatten entstandenen Bilder mit Kreissäge, Hobel und Fräse nachbearbeitete.

Übrigens war der Beitrag der Galerie zum Berliner Kulturhauptstadtjahr 1988 — für viele überraschend - eine Auswahl zum Teil wenig bekannter Bilder von Lucio Fontana und Francis Picabia.

1993 begann die Galerie mit dem intensiven Ausbau ihres zweiten historischen Interesses und widmet sich seitdem verstärkt der Ausstellung ungegenständlicher Kunst. Dem dynamischen Farbenpotential in den Arbeiten unterschiedlichster internationaler Künstler gilt die besondere Aufmerksamkeit. Imi Knoebel, Günther Förg, Frances Scholz, Robert Mangold, Georg Baselitz und Christiane Richter aber auch Arbeiten der Bildhauer Frank Stella, Allan McCollum und Jessica Diamond stehen für verschiedene Aspekte dieses Interesses. Dabei ist die Interaktion von Raum und Kunst im gesellschaftlichen Kontext keinesfalls aus dem Blickwinkel verschwunden. Ausstellungen wie Matt Mullicans Lichtkästen, die 1991 in die virulente Diskussion um Berlins architektonische Zukunft eingriff, oder die Präsentationen und Kunst-am-Bau-Projekte mit Maurizio Nannucci (1997 und 2001) zeigen, wie sehr die Galerie sich weiterhin mit dieser Fragestellung auseinandersetzt.

Künstler der Galerie:
Malerei/ Objekte
Günther Förg ← Fotos
KAESEBERG ← Fotos
Astrid Klein ← Fotos
Imi Knoebel ← Fotos
Maurizio Nannucci ← Fotos
Günter Tuzina ← Fotos
Sol LeWitt ← Fotos


Fotografie
Michael Wesely ← Fotos


Bildhauer
Julia Mangold


Wir zeigen regelmäßig Arbeiten von:
Hans Hartung ← Fotos
in Zusammenarbeit mit der Fondation Ana Eva Bergman/ Hartung

Raimund Girke ← Fotos
in Zusammenarbeit mit der Fondation Girke


Grafiken:
Louise Bourgeois ← Fotos
Donald Judd ← Fotos
Robert Mangold ← Fotos
Raymond Pettibon ← Fotos
Frank Stella ← Fotos

siehe auch: FAHNEMANN PROJECTS
Gipsstraße 14
D-10119 Berlin
Telefon +49-30-28 04 60 83
Fax +49-30-882 45 72
www.fahnemannprojects.com
info@fahnemannprojects.com
Kontakt: Jonas Fahnemann







copyright © museum.com gmbh. all rights reserved.
copyright policy