Burg Altena, Germany
Museum für schlesische Landeskunde
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Reichlich süß !
Fabriken in Schlesien

Nach Achards Plänen entstand 1805 die Zuckerfabrik des Barons von Koppy auf Krayn, heute Krajno, pow. strzelinski. Dieser Rittergutsbesitzer begann auch die systematische Züchtung zuckerhaltigerer Rüben. Bald besonders geschätzt wurde die weiße schlesische Zuckerrübe, die “Beta Silesia”. Sie fand auf der Pariser Weltausstellung 1855 internationale Beachtung. Die erste Gründerwelle war bald vorbei. Nach der Befreiung von der napoleonischen Vorherrschaft kam massenhaft billiger Kolonialzucker auf den europäischen Markt. Erst die deutsche Zollunion 1834 leitete eine neue und langanhaltende Aufbauphase dieses landwirtschaftlich wie technologisch interessanten Wirtschaftszweiges ein. Viele Produktionsstandorte bestehen bis heute, so Weizenrodau/Pszenno (gegründet 1848), Alte Jauer/Stare Jawor (1871) oder Maltsch/Malcyzce (1896). Schlesien entwickelte sich neben dem Rheinland und der Magdeburger Börde dank bester Ackerböden zum wichtigsten Rübenland im damaligen Deutschland. Zwischen diesen Regionen bestand ein lebhafter Austausch. Mit der Zuckerproduktion hing auch die Entstehung zahlreicher Eisenbahnstecken (z.B. Jauer/Jawor - Maltsch/Malczcye 1902) und spezialisierter Maschinenbaufabriken zusammen. In den nächsten Jahren steht die Anpassung an die europäische Agrarwirtschaft bevor. Schlesien kann auch zukünftig ein Zentrum der europäischen Rübenzuckerindustrie bleiben.





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