Burg Altena, Germany
Staatliche Münzsammlung München
     M Y S T E R I O U S   I T E M S     
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Kette aus Muschelstückchen mit Schweineschwänzen, Neuirland (Südsee), 19. Jh.
Kette aus Muschelstückchen mit Schweineschwänzen, Neuirland (Südsee), 19. Jh.

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Unsere "Penunzen" sind über das polnische "pieniądz(e)" vom lateinischen Wort für Geld, "pecunia", abgeleitet. Und "pecunia" stammt von "pecus", das Rind: ein deutlicher Hinweis darauf, dass vor der Einführung von Metall- und Münzgeld Rinder die Funktion von Geld als Zahlungsmittel innehatten. Auch in der Ilias des Homer finden wir Rinder in dieser Bedeutung, der Wert und damit der Kaufpreis etwa einer Rüstung oder eines Sklaven wird in Rindern angegeben. In agrarischen Gesellschaften bedeutete Vieh für Alle einen anerkannten und brauchbaren Wertgegenstand, deshalb konnte es die Bedeutung von Geld übernehmen.

Das galt nicht nur im antiken Europa, sondern auch in anderen Gebieten der Erde, etwa in Neuguinea und Melanesien (der von dunkelhäutigen Menschen bewohnte Teil Ozeaniens). Noch heute werden in Teilen Neuguineas Schweine bei besonderen Zahlungen, etwa beim Brautkauf oder bei Sühnezahlungen, eingesetzt.

"pars pro toto" - als Teil für das Ganze - konnten auch Teile eines Tieres die Geldfunktion übernehmen, wie bei dem Birok genannten Stück von der heute zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Neuirland. Die Schweineschwänze hängen hier an einer langen Kette aus Muschelstückchen - eine andere weltweit verbreitete Form von sogenanntem "Primitivgeld".





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