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Staatliche Münzsammlung München
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Bayern, Geschichtstalerprobe von Stiglmaier, Vorderseite
Bayern, Geschichtstalerprobe von Stiglmaier, Vorderseite

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LUDWIG I KOENIG – VON BAYERN; Kopf nach rechts.

WITTELSBACH 2722; AKS 113; JAEGER S. 34, III.

Bereits 1806 hatte Ignaz von Streber, der Konservator des Königlichen Münzkabinetts, eine Rede vor der Akademie der Wissenschaften gehalten mit dem Thema "Vorschlag, unseren Currentmünzen nach und nach die Einrichtung von historischen Denkmünzen zu geben". Er griff dabei einen auch schon früher von verschiedenen Seiten vorgeschlagenen Gedanken auf. Streber verwies in seiner Rede auf ihm passend erscheinende Parallelen aus der Spätantike und fügte Vorschläge für Themen solcher Denkmünzen an.

Strebers Vorschlag hatte jedoch zunächst keine Folgen. Nur eine Gedenkmünze erschien zur Zeit von Ludwigs Vater Maximilian I. Joseph, der sogenannte Verfassungstaler von 1818.

Nach der Thronbesteigung Ludwigs I. reichte Streber, vermutlich auf Aufforderung des Königs, erneut eine aktualisierte Fassung seines Berichts von 1806 ein und schlug dabei auch wieder einige Themen vor. Wie aus einer Aktennotiz hervorgeht, wurde Strebers Vorschlag vom König "sehr beyfällig" aufgenommen.

Zu den Entwürfen und der Ausprägung der Geschichtstaler sind die Akten und zahlreiche Briefe noch erhalten. Die Akten des Bayerischen Hauptmünzamtes befinden sich heute im Bayerischen Hauptstaatsarchiv. Ludwigs großes Interesse und seine Einflußnahme belegen zudem auch für die späteren Jahre Briefe Ludwigs im Geheimen Hausarchiv in München.





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