Neuschwanstein
Staatliche Münzsammlung München
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Bayern, Geschichtstalerprobe auf den Regierungsantritt Ludwigs I., 1825
Bayern, Geschichtstalerprobe auf den Regierungsantritt Ludwigs I., 1825

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BESCHWÖRT DIE VERFASSUNGS URKUNDE; Ludwig I. stehend im Krönungsornat, die Rechte auf Krone, Zepter und Verfassungsurkunde legend. Im Abschnitt AM 19TEN OCTOBER / 1825.

Die Entwürfe für die ersten Geschichtstaler wurden zunächst von Johann Baptist Stiglmaier (1791-1844) gefertigt. Da dieser jedoch zum Leiter der Erzgießerei bestellt worden war, wurde Carl Friedrich Voigt (1800-1874) als neuer Stempelschneider für die Münze berufen. Von ihm stammen die Stempel aller ausgegebenen Geschichtstaler.

Ludwig I. bekundete von Anfang an großes Interesse an den Gedenktalern, gab für einen großen Teil der Münzen selbst die Themen vor und kümmerte sich in enger Verbindung zum Hauptmünzamt und dem Graveur der Stempel auch um kleinste Details des Münzbildes. Der Finanzminister ließ am 19. April 1829 die Prägung des sog. „Krönungstalers“ mit sofortiger Wirkung einstellen, weil er fürchtete, dass dieser Taler dem König nicht gefallen könnte. Dass Ludwig – er hielt sich zu dieser Zeit in Rom auf – selbst die Probe dieses Talers begutachtet und abgelehnt habe, lässt sich nicht belegen, ebensowenig die Behauptung, dass die Erwähnung der Verfassung in der Rückseitenlegende den König provoziert habe. Ludwig selbst hatte ja den Entwurf mit dieser Legende genehmigt. Die dann ausgeführte Version von Voigt weist dann allerdings die geänderte Legende TRITT DIE REGIERUNG DES LANDES AN auf.

Eine ausführliche Darstellung des Geldwesens, der Münzen und Banknoten von Bayern in der Zeit des Königreichs ist Dietrich O. A. Klose / Franziska Jungmann-Stadler, Königlich Bayerisches Geld. Zahlungsmittel und Finanzen im Königreich Bayern 1806–1918, München 2006. 151 S., zahlreiche Abb. in Farbe und s/w. Preis: 20,00 Euro zuzügl. Versandkosten. Zu beziehen bei der Staatlichen Münzsammlung München oder im Buchhandel.





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