Neuschwanstein
Staatliche Münzsammlung München
     E X H I B I T S   A N D   H I G H L I G H T S     
<< previous     Dia 22 of 55     overview     next >>
Bayern, Ludwig I., Geschichtstaler auf Königin Therese und ihre Kinder, 1828
Bayern, Ludwig I., Geschichtstaler auf Königin Therese und ihre Kinder, 1828

.

SEGEN DES HIMMELS; in der Mitte Medaillon mit dem Kopf der Königin Therese, darum THERESE KOENIGIN VON BAYERN, umgeben von acht Medaillons mit den Köpfen der königlichen Kinder und ihren Namen: MAXIMI.–LIAN P.V.B.; OTTO – P.V.B.; LUIT- – POLD P.V.B.; ADALBERT – P.V.B.; MATHILDE – P.V.B.; ADELGUNDE – P.V.B.; HILDEGARD – P.V.B.; ALEXANDRA – P.V.B. (Prinz/Prinzessin von Bayern). Unten 1828.

Wittelsbach 2730; AKS 121; Jaeger 37.

Die Wittelsbacher brauchten dringend einen männlichen Erben; mit dem Fehlen männlicher Nachkommen wäre der Bestand des bayerischen Staates gefährdet gewesen: „Hoch bedroht war der uralte Stamm, der von so vielen hundert edlen und kräftigen Reisern nur noch einen einzigen Zweig enthielt, aber der Himmel wachte über der geheiligten Eiche Wittelsbach und unter seinem Segen blühte auf’s Neue ein reicher, ungetheilter Gipfel des Baumes auf“, so Krämer dazu im Jahr 1834.

Die auf dem Taler dargestellten Kinder Ludwigs I. und seiner Frau Therese waren: Kronprinz Maximilian, der spätere Maximilian II. (geb. 28.11.1811); Mathilde (geb. 30.8.1813); Otto (geb. 1.6.1815, später König von Griechenland); Luitpold (geb. 14.3.1821, der spätere Prinzregent); Adelgunde (geb. 19.3.1823); Hildegard (geb. 10.6.1825), Alexandra (geb. 26.8.1826) und Adalbert (geb. 19.7.1828). Eine weitere Tochter Theodolinde war bereits als Säugling gestorben, sie ist auf dem Taler nicht dargestellt (geb. 7.10.1816, gest. 12.4.1817).

Anlass zu der Prägung war die Geburt des Prinzen Adalbert. Die Anregung zu dieser Münze ging von Ludwig I. aus. Die Aufschrift des Talers war vom König selbst angeordnet worden. Auch das Arrangement der Porträts geht auf eine Idee Ludwigs I. zurück. Dieser sog. „Familientaler“ - 1828 geprägt - war der zuerst ausgegebene Geschichtstaler; auch wenn andere frühere Jahreszahlen haben, sind sie doch erst später ausgegeben worden.

Eine ausführliche Darstellung des Geldwesens, der Münzen und Banknoten von Bayern in der Zeit des Königreichs ist Dietrich O. A. Klose / Franziska Jungmann-Stadler, Königlich Bayerisches Geld. Zahlungsmittel und Finanzen im Königreich Bayern 1806–1918, München 2006. 151 S., zahlreiche Abb. in Farbe und s/w. Preis: 20,00 Euro zuzügl. Versandkosten. Zu beziehen bei der Staatlichen Münzsammlung München oder im Buchhandel.





copyright © museum.com gmbh. all rights reserved.
copyright policy