Burg Altena, Germany
Staatliche Münzsammlung München
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Erwählung des Prinzen Otto von Bayern zum König von Griechenland, 1832
Erwählung des Prinzen Otto von Bayern zum König von Griechenland, 1832

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OTTO PRINZ V. BAYERN GRIECHENLANDS ERSTER KOENIG; stehende weibliche Figur (Hellas), die Linke auf runden Schild gestützt, darin das griechische Kreuz mit den bayerischen Rauten in der Mitte, überreicht dem vor ihr stehenden Prinzen die Krone. Hinter Otto der bayerische Löwe. Im Abschnitt 1832.

Wittelsbach 2736; AKS 127; Jaeger 42 und S. 35, VIII.

Ludwig I. hatte sich schon als Kronprinz für den griechischen Freiheitskampf eingesetzt, dies sicher auch eine Folge seiner Begeisterung für die Antike. „Lieber denn Erbe des Thrones wär’ ich ein hellenischer Bürger“, hatte Kronprinz Ludwig angesichts der griechischen Tempel von Paestum geäußert. Als König unterstützte er den Freiheitskampf der Hellenen nicht nur mit Worten, sondern auch mit erheblichen Geldmitteln.

An Oberst von Heydeck, der mit Erlaubnis und Aufmunterung des Königs zur Unterstützung des Kampfes der Griechen nach Griechenland gegangen war, schrieb er 1828: „Heydecker und Ihr Bayern alle, die Ihr in Hellas seyd, Ihr gereicht Bayern zur Ehre. [...] Daß ich der erste Fürst war, der sich für diese Sache ausgesprochen in Wort und That, ist mir ein wohlthuendes Gefühl. Hellas’ Unabhängigkeit war mein Wunsch lange vor des Kampfes Beginn, sie ist mir eine Sache des Herzens...“

Nachdem der zuerst gefragte Prinz Leopold von Sachsen-Coburg-Gotha abgelehnt hatte, boten England, Frankreich und Russland als die Schutzmächte des neuen Griechenland die griechische Königswürde Ludwig I. als Dank für seinen Einsatz an, zunächst für seinen Bruder Karl. Nachdem Karl ebenfalls abgelehnt hatte, wurde Ludwigs zweiter Sohn, der erst 17jährige Prinz Otto, zum neuen König für Griechenland bestimmt. Gegen Garantien und eine Bürgschaft der Großmächte verpflichtete sich Ludwig, dem neuen König ein Schutzkorps zu stellen und bayerische Beamte und Offiziere zum Aufbau des griechischen Staates und einer Armee zur Verfügung zu stellen.

Eine ausführliche Darstellung des Geldwesens, der Münzen und Banknoten von Bayern in der Zeit des Königreichs ist Dietrich O. A. Klose / Franziska Jungmann-Stadler, Königlich Bayerisches Geld. Zahlungsmittel und Finanzen im Königreich Bayern 1806–1918, München 2006. 151 S., zahlreiche Abb. in Farbe und s/w. Preis: 20,00 Euro zuzügl. Versandkosten. Zu beziehen bei der Staatlichen Münzsammlung München oder im Buchhandel.





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