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Staatliche Münzsammlung München
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Denkmal für die 30.000 im Jahr 1813 in Russland gefallenen Bayern, 1833
Denkmal für die 30.000 im Jahr 1813 in Russland gefallenen Bayern, 1833

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DENKMAHL DER DREYSSIG TAUSEND BAYERN / WELCHE IM RUSSISCHEN – KRIEGE DEN TOD FANDEN; Ansicht des Denkmals (Obelisk). Im Abschnitt 1833.

Wittelsbach 2738; AKS 129; Jaeger 44.

Napoleon und seine „Grande Armée“ wurden auf dem Russlandfeldzug 1812/13 auch von Kontingenten der im Rheinbund zusammengeschlossenen verbündeten deutschen Staaten begleitet. Nach dem Rheinbundvertrag von 1806 war Bayern zur Bereitstellung eines Hilfskorps von 30.000 Mann verpflichtet. Der Feldzug endete in einer Katastrophe, in der der größte Teil der Armee unterging. Nur 2.000 der bayerischen Soldaten kehrten zurück.

Die Überlebenden des Feldzugs brachten zunächst nicht genug Geld für ein Denkmal zur Erinnerung an ihre gefallenen Kameraden zusammen. Ludwig I. entschied daraufhin 1828, alle Kosten für ein Denkmal aus der Kabinettskasse zu übernehmen; „ein eherner Obelisk solle als Denkmal errichte und das Metall von, in früheren Kriegen eroberten, Kanonen mit Vorbehalt des Staats-Eigenthums genommen werden.“ (Zitat nach G. Krämer, Bayerns Ehrenbuch, Band 1, Nürnberg 1839, S. 151).

Insgesamt wiegt der Obelisk 618 Zentner, 450 Zentner stammten von den aus dem Meer geholten Kanonen der bei der Seeschlacht von Navarino (1827) versenkten türkischen Kanonen. Der Obelisk wurde schließlich auf dem Münchner Karolinenplatz aufgestellt, auf dem er sich noch heute erhebt. Die Sockelinschriften stammen von Ludwig I. selbst: „Den 30000 Bayern, welche im russischen Kriege den Tod fanden; Auch sie starben für des Vaterlandes Befreyung; Errichtet von Ludwig I. König von Bayern; Vollendet am XVIII. October MDCCCXXXIII.“. Am 18. Oktober 1833 fand die feierliche Enthüllung in Anwesenheit des Königs und seiner Familie statt.

Eine ausführliche Darstellung des Geldwesens, der Münzen und Banknoten von Bayern in der Zeit des Königreichs ist Dietrich O. A. Klose / Franziska Jungmann-Stadler, Königlich Bayerisches Geld. Zahlungsmittel und Finanzen im Königreich Bayern 1806–1918, München 2006. 151 S., zahlreiche Abb. in Farbe und s/w. Preis: 20,00 Euro zuzügl. Versandkosten. Zu beziehen bei der Staatlichen Münzsammlung München oder im Buchhandel.





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