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Staatliche Münzsammlung München
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Übergabe der Lehranstalt St. Stephan in Augsburg an die Benediktiner, 1835
Übergabe der Lehranstalt St. Stephan in Augsburg an die Benediktiner, 1835

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DEN BENEDIKTINERN WIEDER EINE LEHRANSTALT ÜBERGEBEN; stehende weibliche Figur (Bavaria) führt einem Benediktiner zwei Knaben zu. Im Abschnitt 1835.

Wittelsbach 2747; AKS 137; Jaeger 52.

König Ludwig I. war ein sehr frommer Katholik, der immer wieder seinen Trost bei Gott und der Religion suchte, regelmäßig den Gottesdienst besuchte, an der Kommunion teilnahm, zur Beichte ging und die Fastenzeit beachtete. „Religiöse Schwärmerei, Bigotterie und Fanatismus“ waren nach seinen eigenen Worten freilich nicht seine Sache, auch hat er nie seine protestantischen Untertanen benachteiligt. Ludwig machte einen Teil der gegen die Kirche gerichteten Maßnahmen des Grafen Montgelas wieder rückgängig, gestattete öffentliche Prozessionen, erlaubte den Oberammergauern wieder die Aufführung der Passionsspiele und erfüllte der Kirche schließlich auch den Wunsch nach der Wiederzulassung der Klöster.

Ludwig I. hat zahlreiche Orden finanziell gefördert, vor allem lagen ihm freilich die Benediktiner am Herzen. Für die Errichtung mehrerer Benediktinerklöster schoss er aus seinen eigenen Mitteln die erhebliche Summe von fast 1,9 Millionen Gulden zu. 1 Million kostete die Errichtung der Basilika und des Klosters St. Bonifaz in München. Das 1828 gegründete Augsburger Gymnasium bei St. Stephan wird seit 1835 (mit Ausnahme der Jahre 1938-1945) bis heute von Benediktinern geleitet.

Eine ausführliche Darstellung des Geldwesens, der Münzen und Banknoten von Bayern in der Zeit des Königreichs ist Dietrich O. A. Klose / Franziska Jungmann-Stadler, Königlich Bayerisches Geld. Zahlungsmittel und Finanzen im Königreich Bayern 1806-1918, München 2006. 151 S., zahlreiche Abb. in Farbe und s/w. Preis: 20,00 Euro zuzügl. Versandkosten. Zu beziehen bei der Staatlichen Münzsammlung München oder im Buchhandel.





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