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Kunststätte Bossard

(22.12.2003 , Germany, Jesteburg )
Veroeffentlichung: Jutta Bossard - Ein Leben voller Kunst

Jutta Bossard wurde am 6. Juli 1903 in Buxtehude als Carla Augusta Elsine Dorothea Krull geboren. Später wurde sie kurz Jutta genannt. Nach dem Besuch des Lyzeums in „St. ade“, wie sie Stade liebevoll nannte, wandte sie sich der Kunst zu. 1921 begann sie das Studium an der Kunstgewerbeschule, der heutigen Hochschule der bildenden Künste am Lerchenfeld in Hamburg. Zunächst in der Klasse für Keramik wechselte sie in die Klasse für Bildhauerei bei Prof. Johann Michael Bossard. 1926 beendete sie ihr Studium. Als sie sich bei ihrem Professor verabschieden wollte, lud er sie spontan zu einem Besuch am darauf folgenden Wochenende an die Kunststätte nach Jesteburg ein. Bei einem Spaziergag an den Perlenteichen stellte Bossard die alles entscheidende Frage. Im August 1926 heirateten Jutta Krull und Bossard in Buxtehude. Ihr gemeinsames Leben war geprägt von der Kunst und ihrem gemeinsamen hohem Ziel, der Gestaltung des Gesamtkunstwerkes Kunststätte Bossard. 1950 verstarb Johann Michael Bossard an der Kunststätte. Jetzt lag der Erhalt der Anlage in Jutta Bossards Händen. Unterstützt wurde sie von ihrer Schwester Wilma Krull, die seit 1929 den Haushalt an der Kunststätte führte. 1979 verstarb auch Wilma Krull. Jetzt trug Jutta Bossard die ganze Last alleine. Um das Gesamtkunstwerk über ihren Tod hinaus zu bewahren verhandelte sie mit verschiedenen Institutionen, darunter auch mit der Hamburger Kunsthalle, die die Kunststätte gerne übernehmen wollte. Doch erst mit dem Landkreis Harburg und der Sparkasse Harburg-Buxtehude kam es 1995 zur

Gründung der Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard. Ein Jahr später, am 13. Oktober 1996 verstarb Jutta Bossard an der Kunststätte im Bewusstsein, den Erhalt des Gesamtkunstwerkes gesichert zu haben.

Anläßlich ihres 100. Geburtstages erschien nun ein Buch zum Leben von Jutta Bossard. Der Autor Oliver Fok hebt mit dieser Schrift die Künstlerin aus dem Schatten ihres berühmten Mannes Johann Michael Bossard hervor. „Schließlich hatte Jutta Bossard großen Anteil an der Gestaltung der Kunststätte. Das Gesamtkunstwerk wäre ohne ihre Unterstützung sicherlich nicht so weit ausgestaltet worden. Außerdem sorgte sie für den Erhalt der Anlage, nachdem ihr Mann 1950 verstorben war.“, so Oliver Fok. Für ihre Leistungen beim Erhalt des einmaligen Gesamtkunstwerkes wurde sie 1977 mit dem Kulturpreis des Landkreises Harburg gewürdigt.

In chronologischer Reihenfolge beschreibt der Autor die Lebensgeschichte von Jutta Bossard. Ganz besonders freut er sich, dass er Harald Wohlthat gewinnen konnte, einige Lebenserinnerungen an Jutta Bossard aufzuschreiben. Wohlthat, der schon als Kind an der Kunststätte spielte, heiratete später die Nichte von Jutta Bossard.

Das Buch ist mit zahlreichen Abbildungen versehen. Es ist an der Kunststätte Bossard, im Freilichtmuseum am Kiekeberg und im Buchhandel unter der ISBN 3-935096-09-7 zum Preis von 5, - € erhältlich.





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