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Kunstmuseum Bayreuth

(28.01.2004 , Germany, Bayreuth )
Durch Abstraktion zum Symbolhaften: Caspar Walter Rauh und Hubert Berke

Das Kunstmuseum Bayreuth zeigt vom 7. Februar bis zum 11. April 2004 eine Doppelausstellung – die Gegenüberstellung zweier Künstler, deren Werk Abstraktion und Phantastik miteinander vereint: Caspar Walter Rauh und Hubert Berke.

Hubert Berke, 1908 in Buer (heute Gelsenkirchen) geboren und 1979 in Köln verstorben, und Caspar Walter Rauh, 1912 in Würzburg geboren, der seine Schulzeit in Bayreuth verbrachte und 1983 in Kulmbach verstarb, sind charakteristische Vertreter der Kunst im zwanzigsten Jahrhundert, deren Wege sich während ihres Studiums in Düsseldorf – unter anderem bei Paul Klee und Heinrich Nauen – kreuzten.

Berkes Werk bestimmt die Abstraktion, er war einer der maßgeblichen Vertreter des deutschen Informel, der auch an der „documenta II“ teilnahm. Seit den vierziger Jahren gibt es in seinen Arbeiten auch eine starke surreale Komponente, die ein immer größeres Gewicht bekam. Rauh entdeckte früh, noch bevor der Begriff „phantastischer Realismus“ überhaupt geprägt war, eine surreale Bilderwelt für sich. Doch wendet er sich in den frühen fünfziger Jahren intensiv der Abstraktion zu. Diese abstrakten Arbeiten sind – zusammen mit dem gesamten druckgraphischen Werk des Künstlers – Teil der Caspar Walter Rauh Sammlung der Oberfrankenstiftung im Kunstmuseum Bayreuth.

Doppelausstellung und Katalogbroschüre im Kunstmuseum Bayreuth stellen scheinbar unterschiedliche künstlerische Positionen einander gegenüber, um zu bemerken, dass manches im Werk von Hubert Berke und Caspar Walter Rauh doch eine intensive Verwandtschaft aufweist. Sie konzentrieren sich bei Hubert Berke auf phantastische Elemente sowie auf sein bislang nicht so sehr im öffentlichen Bewusstsein verankertes tuschzeichnerisches Werk, bei Caspar Walter Rauh Arbeiten, die das landläufige Klischee seiner Werkrezeption durchbrechen – seine abstrakten Bilder der frühen fünfziger Jahre. Für die Caspar Walter Rauh Sammlung der Oberfrankenstiftung im Kunstmuseum Bayreuth ist dieses Projekt ein willkommener Anlass, einmal wieder diese ungewöhnlichen Arbeiten von Rauh zu zeigen. Erst 1992, durch eine Ausstellung und Publikation der Stadt Bayreuth anlässlich des zweiten Ankaufs für die Caspar Walter Rauh Sammlung der Oberfrankenstiftung waren diese abstrakten Arbeiten überhaupt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Sie stehen neben Schlüsselwerken der Frühzeit als exemplarisch für seine an der internationalen Moderne orientierte Auseinandersetzung mit der Abstraktion der frühen fünfziger Jahre.





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