Station: [7] Wassertümpel


Wir sind nun an den Wassertümpeln angekommen. Es handelt sich dabei nicht um Grundwasser, sondern um Oberflächenwasser. Wenn es zum Beispiel regnet, sickert das Wasser von oben durch kleine Ritze und Spalten durch das Gestein hindurch.

Da wir uns an dieser Stelle circa 30 Meter unter der Erdoberfläche befinden, ist das Wasser auch genügend gefiltert, sodass es klar und rein ist. Man könnte es sogar trinken. 
Zum Baden ist es allerdings mit einer Temperatur von 5 bis 6 Grad Celsius nicht zu empfehlen.

Die durchschnittliche Temperatur im Stollen beträgt 10 bis 12 Grad Celsius und bleibt auch im Winter relativ konstant. 
Die Luft in der Mine ist sehr rein und staubfrei und die Luftfeuchtigkeit liegt bei 90 bis 95 Prozent. Der Aufenthalt in der Mine stellt daher oft für Allergiker oder auch Menschen mit Asthma eine enorme Erleichterung dar.

Das Wasser hatte damals auch noch eine wichtige Funktion. Man hat solche Hartholzkeile, wie hier zu sehen, in bereits vorhandene Risse und Spalten in das Gestein geschlagen. Die Holzkeile wurden dann mit dem Sickerwasser ständig nass gehalten. Das Holz quoll auf und drückte oder sprengte dann nach einiger Zeit die härtesten Steine auseinander. Diese hätte man ansonsten mühsam von Hand aufschlagen müssen. 
Diese Methode nutzten auch die alten Ägypter vor über 3000 Jahren zum Bau der Pyramiden.  
 

Edelsteinmine Steinkaulenberg

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